Neugründung am 10.05.1926

„Aller Neuanfang ist schwer!“

Nachdem das Grauen des 1. Weltkriegs vorbei war, konnte man noch lange Zeit nicht von einer Normalisierung der Zeitgeschichte sprechen. Zu tief sassen die schrecklichen Erinnerungen und zu gross waren die materiellen Verluste. Teilweise hatten auch geliebte Mitmenschen diesen politischen Wahnsinn mit der eigenen Gesundheit oder gar mit dem Leben bezahlt. So dauerte es auch noch 8 Jahre, ehe man in Rodt wieder an die Neugründung eines Musikvereins dachte. Sonderbarerweise befand sich unter den Musikliebhabern der Nachkriegszeit kein einziges Mitglied, das im Jahre 1906 Pionierarbeit in Sachen Musik geleistet hatte.Im Geist der Zusammengehörigkeit, im Vertrauen auf das eigene Konnen und auf die Lernbereitschaft der einzelnen Mitglieder bauend, entschlossen sich 10 Einwohner aus Rodt sowie 2 Musikliebhaber aus der Nachbarortschaft Hinderhausen zur Neugründung des „Echo vom Buchenberg

Somit war doch noch ein Gründungsmitglied des Jahres 1906 reaktiviert worden: der OrtsbauernführerBerners Christian wurde auch zum ersten Nachkriegsprasidenten gewählt und hielt in der ersten Phase der Neugründung auch den Dirigentenstab in Händen. Durch seine 27-jahrige Tätigkeit als Organist in Rodt – er versah übrigens in der Kirche auch den Küsterdienst- hatte er ebenso wie Feyenklassen Heinrich, seines Zeichens Organist in Hinderhausen, bereits gute Notenkenntnisse.

Ende der zwanziger Jahre gelang es den Rodter Musikern, den Mitgründer der Crombacher Musikgesellschaft, Jean Klauser, als Dirigenten zu gewinnen. Die gute Zusammenarbeit der beiden Nachbarvereine aus Rodt und Crombach wurde hierdurch noch gefestigt. Doch leider wurde diese erfolgreiche Renaissance des Rodter Musikvereins durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges jäh gestoppt.“